Swiss Economic Award 2014

Carolina Müller-Möhl, Jurypräsidentin Swiss Economic Award und Präsidentin Müller-Möhl Foundation

Es ist augenfällig, dass unter den neun Finalisten auch in diesem Jahr die weiblichen Gründerinnen unterrepräsentiert sind. Was sind Ihres Erachtens die Gründe?

Der Frauenanteil bei Firmengründungen ist seit dem Jahr 2000 von 15 auf 27 Prozent gestiegen. Diesen Anteil haben wir bei den Finalisten noch nicht erreicht. Das hat auch damit zu tun, dass Frauen allgemein zurückhaltender sind als Männer, wenn es um Präsenz in der Öffentlichkeit geht. Ich bin aber sehr zuversichtlich, dass sich das in den kommenden Jahren rasch ändern wird.

Was könnte man dafür tun, dass wir in den nächsten Jahren ein ausgewogenes Verhältnis erreichen?

Wir haben die Zusammenarbeit mit den Verbänden, Organisationen und Netzwerken von Unternehmerinnen und Frauen in Führungspositionen in diesem Jahr stark ausgebaut. Am Swiss Economic Forum 2014 finden spezielle Workshops mit je 50 Prozent Männern und Frauen statt. Dank dieser Bemühungen soll innerhalb der nächsten drei Jahre jede dritte Bewerbung von einer Jungunternehmerin eingereicht werden.

Wie hoch ist die Quote aller Award Gewinner seit Beginn der Preisverleihung, die mit ihren Unternehmen gescheitert sind?

Zum Glück verschwindend klein. Die Analyse unserer 35 Gewinner seit 1999 zeigt eine sehr hohe Erfolgsquote von 97 Prozent. Das hat damit zu tun, dass das Jurierungsverfahren auf mehreren Stufen aufbaut und vor zwei Jahren sogar durch die SQS zertifiziert wurde. Das garantiert die hohe Qualität der Beurteilungen.

 

Zurück zur Auswahl